Colourkey-Fotografie (2/5)

Das solltest du hierfür können

Was bringt Farben noch mehr zum Leuchten? Die Abwesenheit anderer Farben! Colourkey-Fotos machen sich diesen Effekt zunutze, indem sie mittels Bildbearbeitungssoftware Teile eines Bildes entfärben („entsättigen“), so dass die farbig gebliebenen Bereiche umso kräftiger wirken.

Vorbereitung: Ein Colourkey-taugliches Foto schießen

Ausgangspunkt eines Colourkey-Fotos ist ein normales Farbbild. Allerdings bietet sich nicht jedes Foto automatisch für ein Colourkey-Bild an. Stattdessen sollte man gezielt nach einem aussagekräftigen Motiv Ausschau halten. Colourkeys funktionieren vor allem dann gut, wenn der farbige Bereich

  • Teil des Motivs ist – schließlich will man dorthin ja die Aufmerksamkeit lenken; farbige Hintergründe machen daher wenig Sinn.
  • zusammenhängend oder zumindest in einem Bildbereich konzentriert ist, d.h. nicht über das ganze Bild verstreut – das kann chaotisch wirken.
  • nicht zu große Teile des Bildes ausmacht (maximal die Hälfte) – sonst kann man das Bild gleich farbig belassen.

Manche Kameras bieten ein Colourkey-Motivprogramm an. Solche Programme legen dann eine Farbe fest, die farbig bleibt – der Rest wird entsättigt. Solche Programme wirken jedoch nur auf eine Farbe im gesamten Bild – statt nur auf die Farben des Motivs. Man verliert also die Kontrolle über das Bildergebnis, und noch dazu sind die entsättigten Farben unwiederbringlich verloren. Wenn du ein richtiges Colourkey-Bild machen willst, arbeitest du besser ohne diese Automatik.

Nachbereitung: Das Colourkey-Bild am Rechner zusammensetzen

Tatsächlich besteht ein Colourkey-Bild aus zwei Einzelbildern:

  • Bild 1 ist das Farbbild, wie es aus der Kamera kommt.
  • Bild 2 ist eine Kopie des Farbbilds, die durch Entsättigung zu einem Schwarz-Weiß-Bild umgewandelt wurde.

Diese Bilder werden als Ebenen direkt übereinandergelegt: Das schwarz-weiße Bild zuoberst, das Farbbild unten. Anschließend wird eine Ebenenmaske auf das Schwarz-Weiß-Bild gelegt, die mit weißer Farbe gefüllt wird (volle Deckkraft). Nun wird  mit einem Pinsel überall dort schwarze Farbe (Transparenz) auf die Ebenenmaske aufgetragen, wo der farbige Bereich erscheinen soll ist. Wo immer Schwarz aufgetragen wird, wird das oben liegende Schwarz-Weiß-Bild durchsichtig und es scheint an diesen Stellen die untere, farbige Ebene durch.

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